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Verspielte Kostbarkeiten auf Schloss Neuenburg
Sonderausstellung zeigt barockes Porzellan im Gewölbekeller
Die Sonderausstellung „Verspielte Kostbarkeiten. Porzellane aus der Sammlung Krzeminski“ zeigt ab dem 29. Juni 2024 feines figürliches und Tafelporzellan aus einer privaten Schenkung.
Dank der großzügigen Schenkung des Pfarrers i. R. Lothar Krzeminski (1950–2023) aus Wolsdorf gelangte 2022 ein kostbares Porzellankonvolut in den musealen Bestand des Museums Schloss Neuenburg. Die Sonderpräsentation im Gewölbekeller der Kernburg zeigt diese fragilen und verspielten Kostbarkeiten nun das erste mal der Öffentlichkeit.
Porzellan – das weiße Gold – war vor allem in der Barockzeit sehr begehrt. Eine prunkvolle Tafelausstattung und -dekoration spielte eine wichtige Rolle, diente sie doch der Selbstinszenierung und Repräsentation des fürstlichen Gastgebers. Auf der Tafel bei festlichen Anlässen zu bühnenartigen Szenerien in verschiedensten Kontexten arrangiert, ergänzen einzelne Figuren und Gruppen aus Porzellan wunderbar das Geschirr, das ebenso künstlerisch gestaltet war.
Das Interesse des Sammlers Krzeminski lag vor allem auf den figürlichen Porzellanen der Höchster Porzellanmanufaktur in Frankfurt, die zumeist den Modellen Johann Peter Melchiors (1747–1825) entstammen. Diese werden ergänzt durch feine Tafelporzellane – Teller, Platten und Schalen – der Manufakturen Meißen, Fürstenberg und Nymphenburg aus dem 18. Jahrhundert.
Besonderen Liebreiz haben die qualitätvoll geformten Kinderfiguren Melchiors, die, vielfältige Rollen verkörpernd, durch ihre muntere Natürlichkeit verzaubern und die die durch Jean Jacques Rousseau publizierte Naturbegeisterung und Empfindsamkeit ihrer Zeit widerspiegeln. So treffen sich in der Ausstellung bunt gekleidete Schäferinnen, Schäfer und Tänzerinnen mit Milchmädchen, Knaben und Gärtnern vor Blumenschmuck und gemalter Landschaft.