Seit rund 200 Jahren gibt es das Medium der Fotografie, das seitdem maßgeblich die Geschehnisse und die Menschen der Welt dokumentiert. Ab 1826 ermöglichten es Erfindergeist und Forscherdrang innerhalb weniger Jahrzehnte der Fotografie einen festen Platz als das visuelle Gedächtnis einzunehmen. Milliarden von Fotos sind seitdem entstanden. Nur ein winziger Teil davon bildet das Schloss Neuenburg und die ihr zur Füßen liegende Stadt Freyburg an der Unstrut ab.
Vom 4. April bis zum 1. November 2026 zeigt die Sonderausstellung „Festgehalten. Historische Fotografien erzählen“ im Bergfried „Dicker Wilhelm“ einige dieser historischen Fotos und geht den Geschichten hinter dem Abgebildeten auf den Grund.
Waren es zunächst nur vereinzelte Fotografien, die Freyburg im ausgehenden 19. Jahrhunderts abbildeten, gab es spätestens ab 1913 mit der Eröffnung des Fotogeschäfts von Wilhelm Arnold (1888–1942) eine Art fotografischen Ortschronisten. Er porträtierte nicht nur die Menschen der Region, sondern hielt zahlreiche Geschehnisse, darunter Feste, Veranstaltungen, Unwetter und vieles weitere fest. Doch ob nun professioneller oder privater Schnappschuss: Die Fotografien vermitteln ein lebendiges Stadtbild, das geprägt wurde von den Freyburgern, die hier lebten, arbeiteten, feierten und gemeinsam ihren Interessen nachgingen.
Auf vier Ebenen präsentiert „Festgehalten“ um die 100 ausgewählte historische Fotografien, die zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert entstanden sind und sich in der Sammlung und dem Archiv des Museums befinden. Zur Seite gestellt sind ihnen verschiedenste kulturhistorische Objekte aus allen Lebensbereichen der Stadt, die das Dargestellte unmittelbar greifbar werden lassen.
Highlights des Begleitprogramms sind am 14. Juni, von 10 bis 14 Uhr, das „Historische Picknick mit Wilhelm“ bei musikalischer Begleitung durch den Jazz-Pianisten Stefan Nagler und mit Kaffee-Spezialitäten von Onkel Ernst sowie das bunte Ferienprogramm der Kinderkemenate im Sommer.
Am 11. April besteht ein besonderes Angebot: Ab 14 Uhr haben alle Gäste während der „Freien Freyburger Stunden“ die Möglichkeit, die Ausstellung bei freiem Eintritt zu besuchen.